Vorwort
Filou - wie alles begann

Der Wunsch nach einem eigenen Hund bestand schon länger, wuchsen wir doch beide mit Hunden auf. Aber erst als die Voraussetzung gegeben waren, einen Hund auch tagsüber gut betreut zu wissen und eine Initialzündung den letzten Kick gab, sollten dem Wunsch auch Taten folgen. Nur auf die Rasse mussten wir uns noch einigen. Vom Tibet Terrier bis zum Deutsch Drahthaar reichte die Bandbreite. Es sollte ein Hund sein, den man überall mitnehmen kann, der uns auf Urlaubsfahrten begleitet, in Restaurants, Cafés, der unkompliziert und gelehrig ist und ein freundliches Wesen hat. Bis wir im Internet auf den PON stießen. Hier waren wir uns schnell einig. Das wird unser Hund. Die Charaktereigenschaften lasen sich auch gut: Dort stand grob vereinfacht: Ein PON ist ein familienfreundlicher, lernbegieriger, nicht zum Wildern neigender, verspielter, treuer Begleiter; ein Hütehund mit einem Hang zum Dickkopf, dem man aber mit Konsequenz in der Erziehung beikommen kann. Prima
Im Internet waren auch schnell Züchter mit Welpen ausfindig gemacht. Nur waren alle schon vorgemerkt. Aber schon am nächsten Tag gab es einen Rückruf ob noch Interesse bestünde. Aber natürlich und nur drei Tage später sahen wir die vier Wochen alten Welpen zum ersten Mal.
Vier Wochen später, am 18.10.2003, zog Filou bei uns ein und bereichert seitdem unser Leben.
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November 2003 | | März 2004 mein erster Urlaub | | März 2004 |
Lilith - wie es weiterging
Die Zeit verging. Filou entwickelte sich zu einem prächtigen Rüden, der uns überall hin begleitet. Es war etwas mehr Aufwand als gedacht. Ein PON ist eben ein Hütehund und somit ein Hund mit ausgezeichnetem Gedächtnis und einer enormen körperlichen Ausdauer. Und alles möchte befriedigt werden.
Aber oder trotz eineinhalb Jahre Hundeschule, mehreren Monaten Agility, der aktuellen, zweimal wöchentlich stattfindenden Ausbildung zum Rettungshund und den unzähligen Kunststückchen, die wir ihm für seine geistige Auslastung beibrachten und noch immer beibringen, erwuchs irgendwann der Wunsch nach einem zweiten Hund.
Da Filou sich zudem auch als Deckrüde verdient machte und wir gelegentlich wenige Monate später das Ergebnis seiner Bemühungen bei den jeweiligen Züchtern in Augenschein nehmen konnten, wurde dieser Wunsch, bei dem Anblick der Welpen, immer wieder aufs Neue bestärkt.
Eine besonders hübsche, braune PON-Hündin räumte dann, im Frühjahr 2008, letzte Zweifel beiseite. Von ihr und Filou wollten wir eine Tochter behalten. Und ausgerechnet sie blieb leer. Aber der Wunsch bleib; nur warten wollten wir jetzt auch nicht mehr.
Der Rest ging dann wieder schnell. Wir fanden in Holland einen Züchter der schon in wenigen Tagen Welpen erwarten sollte, ließen uns für eine Hündin vormerken und mussten nur hoffen, dass auch genügend Hündinnen zur Welt kamen. Wir hatten Glück, es gab nur weibliche Welpen.
Am 24.08.2008 holten wir Lilith zu uns.
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erster Tag | | erste Woche | | sechs Monate |

Sie entfaltete sich prima und lernte schnell. Natürlich ging es auch mit ihr in die Hundeschule. Weniger um ihr Sitz, Platz und Bleib beizubringen, das bekamen wir so hin, nein sie sollte Kontakt zu gleichaltrigen Hunden haben, die zudem auch anders aussehen. Und irgendwelche Feinheiten im Umgang mit Hunden, lernt man immer. Darüber hinaus machte es Lilith auch Spaß.
Ab Oktober gab es dann sonntags zusätzlich zur Hundeschule auch noch die Hobbygruppe der Man-Trailer-Staffel. Filou zeigte beim Trailen schon viel Begeisterung, warum es nicht auch Lilith anbieten. Auch sie zeigte sehr schnell, dass das eine Beschäftigung ist, die ihr Freude bereitet. Und Lilith wurde gut.
Lilith war anders als Filou. Während Filou noch höflich fragte, ob er auch auf die Couch darf – er tippt immer mit der Pfote an – saß Lilith schon oben. Sie war etwas dreister, strahlte bei allem was sie tat eine solche Selbstverständlichkeit aus, immer freundlich wedelnd, dass man ihr nie böse sein konnte. Die Charaktereigenschaften waren grundverschieden, aber sie ergänzten sich. Es war eine wunderbare Bereicherung, die leider nur von kurzer Dauer war.
Am 21.03.2009 verstarb Lilith mit knapp neun Monaten an einer sehr aggressiven Leukämie. Innerhalb weniger Tage verschlimmerte sich ihr Zustand, dass wir sie – schweren Herzens – über die Regenbogenbrücke ziehen lassen mussten.
Aber in unserer Erinnerung lebt sie fort.
Eleah - und sich weiter entwickelte
So schmerzlich der plötzliche Verlust Lilith´s auch war, stand aber ebenso schnell fest, dass wieder ein zweiter Hund zu uns ziehen soll. Die wenigen Monate gemeinsamen Erlebens mit zwei Hunden wollten wir nicht wieder missen.
Ein Züchter war erneut schnell ausgemacht und die Welpen waren schon geboren. Wie das Schicksal es so wollte war es die Zuchtstätte von Lilith´s Vater. Er war auch diesmal daran beteiligt, somit ist Eleah Lilith´s jüngere Halbschwester. Es war nur ein Versuch zu fragen, ob noch eine Hündin zu bekommen sei – wie schon erwähnt: sei waren schon geboren – da es sich aber um einen besonders großen Wurf handelte – 13 Welpen, acht Hündinnen und fünf Rüden – überraschte es im nachhinein weniger, dass noch nicht alle Hunde neue Besitzer gefunden hatten.
Schon 14 Tage nach Lilith´s Tod, am 04.04.2009, holten wir Eleah aus Frankreich zu uns nach Hause.
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der erste Tag | | die ersten Wochen | | sechs Monate |
Auch Eleah, kurz nur Lea genannt, entwickelte sich ganz prima, obwohl sie in den ersten Wochen vielleicht etwas verhalten war, legte sich ihre Zurückhaltung dann doch sehr schnell. Und genauso schnell merkten wir, dass ihre Charaktereigenschaften eher mit Filou´s Eigenarten als mit denen Lilith´s zu vergleichen sind. Das schien auch Filou zu spüren. Sein Verhalten ihr gegenüber unterschied sich vom ersten Tag an grundlegend. Hatte Lilith eher einen schweren Stand bei unserem Rüden, genoss Lea jede Menge Freiheit und wurde nur selten von Filou gemaßregelt.
Das war nicht nur dadurch zu erklären, dass Filou innerhalb weniger Monate ein zweites Mal einen Welpen vorgesetzt bekam und man bei ihm eine Gewöhnung annehmen konnte. Hier war es mehr. Die beiden Hunde verstanden und verstehen sich besser, können eher miteinander.
Nur wir haben seitdem zwei PONs mit kompliziertem Charakter.
Meine Familie
Über Frauchen und Herrchen - und über Lilith, Eleah und mich
Frauchen und Herrchen sind so ungefähr Mittelalt, seit ca. ewig verheiratet, verreisen gerne und viel, heißen Claudia und Clemens Pütz, haben das gleiche Sternzeichen, den gleichen Beruf, die gleiche Haarfarbe und wohnen in einem Ortsteil Sankt Augustins an der Sieg.
Sie mühen sich, seit ich bei ihnen einzog, redlich damit ab, mich mehr oder weniger sinnvoll zu beschäftigen. Was aber auch nicht immer leicht ist.
Lilith wurde am 29.06.2008 in Dedemsvaart/Niederlande, zusammen mit vier Geschwistern – alles Hündinnen – geboren und gehörte seit dem Sommer 2008 mit zu unserem Rudel. Das war anfangs etwas ungewohnt, schließlich war ich fünf Jahre allein und auf einmal war da ein kleiner Welpe. Aus dem kleinen Welpen – der zugegebenermaßen mir gelegentlich auf den Wecker ging – wurde aber eine tolle junge Hündin…
Lea, geboren am 22.01.2009 in Frankreich, kam zwei Wochen nach Lilith´s Tod zu uns. Sie war und ist anders als Lilith. Mit ihr verstand ich mich vom ersten Tag an. Natürlich blieb auch Lea die eine oder andere Regel im Zusammenleben mit mir nicht erspart. Grundsätzlich geht das mit ihr recht gut, auch wenn sie seit ihrer ersten Läufigkeit dazu neigt gelegentlich mal zu opponieren. Wenn sie meint …
Und ich. Ich wurde am 17.08.2003 geboren und wuchs die ersten acht Wochen meines Lebens zusammen mit sechs Geschwistern – zwei Brüdern und vier Schwestern – in Ennepetal auf, bevor Frauchen und Herrchen mich zu sich holten.
Sie haben es – glaube ich – bisher nicht bereut, obwohl ich bzw. wir sie täglich auf Trapp halten.