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Spaziergang in den Siegwiesen
 
mal schnüffel was da los ist

Der PON

Im Allgemeinen

 

Den PON – ein kleiner Hütehund – in seiner Gänze zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Hierzu sei auf entsprechende Lektüre in der Link-Liste verwiesen. PON ist die Abkürzung für Polski Owczarek Nizinny, was in der deutschen Übersetzung soviel wie Polnischer Niederungshütehund bedeutet. Wir haben ein langes, dichtes Fell, das uns gut vor kalter Witterung schützt. Wärme ist so eine Sache. Wir sind mittelgroß, die Hündin gem. dem Standard 42-47 cm und die Rüden 45-50 cm. Alle PON´s fressen gerne und fast alles; verwerten es auch gut. Was zur Folge hat, dass wir leicht zu Übergewicht neigen würden, wenn wir nicht umsichtige Frauchen und Herrchen hätten, die unsere Futterrationen entsprechend abmessen. Unser Idealgewicht liegt, je nach Größe, bei 17-21 kg.

Zu unseren angenehmsten Charaktereigenschaften zählt unsere Anhänglichkeit, unsere Wachsamkeit und unsere Aufmerksamkeit wenn es gilt Neues zu erlernen. Einmal Erlerntes vergessen wir nicht so schnell. PON´s besitzen ein ausgezeichnetes Gedächtnis und eine hohe Intelligenz. Wir lernen gerne aber wir spielen auch gerne mit unserem Rudel. Stöckchen und Bälle apportieren und Dinge tragen sind das Größte. Als Hütehunde neigen wir nicht zum Streunen oder Wildern. Wir sind einfach gerne mit dabei. Manche behaupten, wir PON´s hätten einen Dickkopf, wir würden abwägen, ob der erteilte Befehl sinnvoll sei oder nicht. Ich bin der Meinung, dass zur einer richtigen und konsequenten Erziehung auch ein gewisser Motivationsanreiz gehört, in Form von viel Lob, Streicheleinheiten und natürlich Leckerchen.  Wenn man das beharrlich und geduldig aussitzt, dauert es gar nicht lange und Frauchen und/oder Herrchen haben begriffen was man will. Dann kann man ihnen auch den ein oder anderen Gefallen tun. Wenn man sich dann verlassen kann ein Leckerchen zu bekommt, befolgt man eben ihre Wünsche. Dann war die Erziehung doch erfolgreich. Oder?

ich im Besonderen 

Ja also, ich bringe es so auf 48 cm Schulterhöhe und – je nach Fütterungsmenge – auf 18-19 kg. Manchmal dürfte es schon mehr sein. Ich finde, dass Frauchen und Herrchen zu sparsam mit dem Futter umgehen – bekomme sie aber nicht überzeugt. Das mit dem langen, dichten Fell, das so schön vor Kälte schützt, hat aber auch einen entschiedenen Nachteil: Es bedarf einer regelmäßigen Pflege. Was wiederum bedeutet: Ich werde mit allerhand Werkzeug malträtiert und aufgehübscht. Super – ich hasse das.

Das mit dem guten Gedächtnis stimmt. Ich kann mir Dinge, Erlebnisse, Übungen etc. gut merken. Neue Gegenden z.B. werden von mir sehr genau untersucht und beschnüffelt. Frauchen und Herrchen meinen zwar immer ich sei neugierig, aber ich will es mal anders nennen. Ich bin einfach nur wissbegierig. Und das kann ja mal nützlich sein.

 

Lilith

Im Moment weiß ich noch nicht so recht. Erst mal abwarten wie sie sich entwickelt.

Erstes Fazit nach vier Wochen. Natürlich ist Lilith noch nicht ausgewachsen und erst recht noch nicht richtig gut erzogen. Aber wir mühen uns. Sowohl Frauchen und Herrchen für ihre zweibeinigen Bedürfnisse, wie auch ich, für meine Ruhe und meinen Seelenfrieden. Allmählich begreift sie, dass ich, wenn ich irgendwo in der Wohnung herumliege, nicht spielen will und auch nicht befummelt werden möchte. Warum wollen Welpen immer schmusen? Immer wieder kam sie angerannt und versuchte mich mit den Pfoten zu betatschen oder gar – und das kann ich überhaupt nicht leiden – mich zu küssen und abzuschlecken. Bäh – will ich nicht.

Ich mag dich, ich will in deiner Nähe sein, ist das so schwer zu begreifen. Das ausgewachsene Rüden aber immer so brummig sein müssen. Die waren doch auch mal klein. Warte mal ab bis ich groß bin.

Außerdem gehe ich jetzt auch in die Hundeschule, das wird schon.

Neugierig bin ich auch, oder soll ich auch sagen wissbegierig, egal. Wenn der Große irgendwo schnüffelt, muss ich da auch hin. Der weiß ja schon was interessant ist oder nicht. Und das mit dem Futter – da muss ich Filou Recht geben – stimmt: Frauchen und Herrchen könnten durchaus mehr ausgeben. Das ist immer viel zu wenig. 

Das war das Fazit der ersten Wochen. Nach und nach wurde die Fummelei weniger. Und es stimmt schon, sie mochte mich. Jeden Morgen – Lilith stand meistens mit Herrchen auf, während ich noch liegen bleib – begrüßte sie mich schwanzwedelnd, wenn auch ich endlich in die Küche kam; oder auch wenn Frauchen und ich von Training zurückkamen, galt ihr erster Weg zu mir.

 

      der weiß wo es interessant ist

am Pleisbach

 

ich hab´s eilig

 

dem "Dicken" nach

 

Tja, eigentlich mochte ich sie auch und ich muss zugeben, als sie so plötzlich nicht mehr da war, fehlte sie mir schon.

 

und Lea

Und dann kam Lea. Ich mache es mal kurz: Die ist wie ich. Sie kann sich genauso für Spielzeug begeistern. Was natürlich gelegentlich zu leichten Meinungsverschiedenheiten führt, besonders wenn sie mal wieder der Ansicht ist, mein Ball sei der ihre. Frauchen und Herrchen kaufen die Spielsachen immer in doppelter Ausführung. Sie könnte sich ja auch mit dem Gegenstück befassen – aber nein, es muss immer das Ding sein, das ich gerade bekaue. Hündinnen.

Von wegen Hündinnen. Habe ich irgendein Spielzeug, das dir im Moment interessanter erscheint, versuchst du doch immer, es mir abzunehmen. Du könntest dich genauso mit dem zweiten Exemplar beschäftigen. Aber nein, da ist der Rüde zu bequem, das Ding müsste man eventuell suchen.

Und nur weil ich etwas kleiner und leichter bin, und somit – rein körperlich – Filou unterlegen, heißt das noch lange nicht, dass er immer seinen Willen bekommt. Von Anfang an musste ich mir etwas einfallen lassen um den lieben Rüden zu überlisten, sofern ich eines seiner Spielsachen haben wollte. Richtig süß, wie er sich dann immer hilfesuchend nach Frauchen oder Herrchen umschaut, wenn es mir gelang und immer wieder gelingen wird. 

Ja, ja natürlich. Und wenn es dir nicht gelingt – auch ein mittel-alter Rüde ist noch lernfähig und lässt sich nicht immer austricksen – wird geplärrt was das Zeug hält.

 

Im Gegensatz zu mir ist Lea etwas bellfreudiger, alles Mögliche wird kommentiert. Aber es stimmt schon. Lea ist eine ganz clevere Hündin.

 

   

Dezember 2009

 

Dezember 2009

 

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